Die Biomazeration – eine alte Methode neu entdeckt und perfektioniert

Schon im Mittelalter wurde diese Methode verwendet, um die Heilwirkung der Heilpflanzen ganzjährig verfügbar zu machen. Auf diese Weise wird auch heute noch das „Rotöl“ hergestellt: Die Blüte des Johanniskrauts wird in Öl gelegt und die verschlossenen Gläser werden in die Sonne gestellt. Die in der Blüte enthaltenen Flavone färben das Öl, wodurch es seinen Namen erhalten hat.

Wir von Durch&Durch Bio verwenden genau dieselbe Methode, um unsere Mazerate herzustellen. Natürlich ist es nicht so einfach, die gesamten Inhaltsstoffe von 1kg Hanfblüte im Trägeröl zu lösen. Dafür verwenden wir eigene „Reaktoren“, also Edelstahlbehälter, die eine konstante kontrollierte niedrige Temperatur erhalten. Das Blüten-Öl Gemenge wird durch spezielle Hochdruckpressen getrennt.

Vollextrakt durch Mazeration

Wir haben die alte Methode perfektioniert – und der Aufwand lohnt sich. Das Resultat ist ein Mazerat, das alle öllöslichen Inhaltsstoffe der Blüte in völlig unveränderter Form beinhaltet. Es entsteht ein natürliches Vollextrakt (Blogbeitrag: Vollextrakt).
In diesem Vollextrakt liegen alle Cannabinoide, also CBG, CBD, CBC, CBN usw. in ihrer natürlichen Säureform (Blogbeitrag: Säureform) vor, wie Cannabigerolsäure (CBGA), Cannabidiolsäure (CBDA), Cannabichromensäure (CBCA), Cannabinolsäure (CBNA) usw.
Aber nicht nur die Cannabinoide (es gibt mehr als 70 bekannte Cannabinoide in der Heilpflanze Hanf) liegen in ihrer natürlichen und unveränderten For vor, sondern alle anderen sekundären Pflanzeninhaltsstoffe: Terpene, Terpenoide, Flavone und Flavonoide.

Was ist die Biomazeration?

Bei der Biomazeration werden die Inhaltsstoffe der Heilpflanze direkt im Trägeröl gelöst, es wird kein Lösungsmittel eingesetzt. Üblicherweise werden Hanfextrakte mittels CO2-Extraktion oder Ethanolextraktion hergestellt. Bei diesen Lösungsmittelbasierenden Extraktionen werden die Inhaltsstoffe zuerst in einem Lösungsmittel (CO2, Ethanol, Isopropanol, Buthan, Hexan usw.) gelöst. Erst danach wird das Lösungsmittel verdampft, um das Extrakt zu erhalten. 

Nachteile der Lösungsmittelextraktion

  1. Es entsteht Hitze: Durch die Hitze werden alle temperaturempfindlichen Inhaltsstoffe zerstört (Terpene, Terpenoide, Flavone, Flavonoide) und die Cannabinoide werden decarboxiliert. Das heisst, die Säureform CBGA, CBDA wird in die neutrale Form CBG, CBD übergeführt.
  2. Es kommt zu Rückständen des Lösungsmittels: Lösungsmittel, die nicht vollständig verflüchtigt werden können, sind als Rückstände im Extrakt vorhanden
  3. Es kommt zu Verunreinigungen des Extraktes: Lösungsmittel sind niemals zu 100% rein. Die höchste Reinheit die erreichbar ist, liegt meist bei 99,9%. Eine Reinheit von 99,9% bedeutet, dass in diesem Lösungsmittel 0,1% Verunreinigungen enthalten sind – und diese Verunreinigungen finden sich im verbleibenden Extrakt wieder.

Biomazeration statt Lösungsmittel-Extraktion

Alle diese Nachteile einer Lösungsmittel-Extraktion haben wir durch die Methode der Biomazeration gelöst: Wir lösen die Inhaltsstoffe direkt im Öl, es kommt kein weiteres Lösungsmittel zum Einsatz, die Inhaltsstoffe werden nicht verändert und nicht zerstört, es kommt zu keinen Verunreinigungen mit Lösungsmittel oder Rückständen aus Lösungsmitteln.

„Die Heilpflanze Hanf enthält viel mehr heilwirksame Inhaltsstoffe als die bekannten Cannabinoide CBDA und CBGA. Mehr als 70 verschiedene Cannabinoide, mehr als 120 verschiedene Terpene und ein Vielfaches an Terpenoiden, Flavonen und Flavonoiden sind in der Heilpflanze zu finden. Achten Sie beim Kauf darauf.“

Expertentipp von Alois Posch

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