Wirkung von Hanf Terpenen

Was sind Terpene und wie wirken Terpene?

Terpene gehören zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe. Sie sind für den spezifischen Geruch der Hanfpflanze verantwortlich. Das Vorhandensein von Terpenen kannst Dur also ganz leicht erkennen, wenn Du an der Pflanze oder am Extrakt riechst. In der Hanfpflanze können über 120 verschiedene Terpene vorkommen und noch eine größere Zahl von nahen Verwandten, den sogenannten Terpenoiden.

Warum bilden Pflanzen Terpene? Die biologische Funktion von Terpenen ist noch wenig erforscht. Wir wissen aber, dass Pflanzen mittels Terpenen mit ihrer Umwelt kommunizieren. So können bestimmte Terpene Fraßfeinde abschrecken und andere Terpene können bestimmte Insekten anlocken, die für die Bestäubung der Pflanze wichtig sind. Aus diesem Grund können bestimmte Terpene als umweltfreundliche Insektenschutzmittel Verwendung finden oder als Pheromone (Lockstoffe) in Insektenfallen verwendet werden. Viele Terpene wirken antimikrobiell und schützen damit die Pflanze. 

Aufgrund dieser potenziell vielfältigen Wirkungsweisen haben die Terpene schon lange das Interesse der Pharmakologie geweckt. Ich will hier die wichtigsten Terpene, welche in der Hanfpflanze vorkommen, beschreiben und kurz auf ihre Wirkungen eingehen.

B-Myrzen

Das Terpen B-Myrzen ist eines der am häufigsten vorkommenden Terpene in der Hanfpflanze. Man findet dieses Terpen aber auch in sehr großen Mengen im Hopfen, welcher durch dieses Terpen seinen speziellen Geruch erhält. Aber auch in anderen Pflanzen wie Eukalyptus, Mango und Zitronengras kann man dieses Terpen finden. B-Myrzen riecht moschusartig und hat ein breites pharmakologisches Wirkspektrum: Es hemmt Entzündungen, entspannt Muskeln und wirkt beruhigend.

B-Caryophyllen

Das Terpen B-Caryophyllen kommt ebenfalls in sehr großen Mengen in der Hanfpflanze vor. Man findet es aber auch in schwarzem Pfeffer, im Basilikum und Zimt. B-Caryophyllen riecht nach Pfeffer und hat wohl das breiteste und interessanteste pharmakologische Wirkspektrum: Studien belegen eine Wirksamkeit gegen Depressionen, Ängste und chronisch entzündliche Darmerkrankungen, v.a. Colitis ulcerosa.

Beta-Pine

Beta-Pinen sind für ihre Fähigkeit bekannt, die geistige Wachsamkeit, Klarheit zu fördern und die allgemeinen kognitiven Funktionen zu steigern. Sie werden für Anwendungen in der Schmerzlinderung, Epilepsie- und Krebsbehandlung sowie zur Neuroprotektion untersucht.

Limonen

Dieses Terpen ist für den Zitronengeruch verantwortlich. Es wird als Bestandteil von Salben genutzt, da es das Einziehen in die Haut verbessert. In der Krebstherapie wird es als Inhalation unterstützend verwendet um eine Bronchitis zu vermeiden, zusätzlich wirkt es gegen Gewichtsverlust.

Linalool

Den Duft dieses Terpens empfinden wir als wohltuend. Es kommt neben Hanf auch in Lavendel, Zimt und Minze vor. In der Naturheilkunde wird dieser Geruch in Form von ätherischen Ölen eingesetzt, weil es eine beruhigende und entspannende Wirkung hat. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass dieses Terpen das Risiko für Lungenentzündungen senken kann.

Cedrol

Cedrol ist ein Terpen, welches neben Hanf auch in Nadelbäumen vorkommt. Es ist für seine krampflösenden Eigenschaften bekannt und wirkt als Beruhigungsmittel und als muskelentspannend. Seine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung auf gereizte Haut macht es zum idealen Bestandteil von Salben.

Beta-Humulen

Beta-Humulen wirkt Appetit mindernd und schmerzlindernd. Eine Studie legt nahe, dass Humulen das Tumorwachstum hemmt, indem es reaktive Sauerstoffspezies produziert, also Chemikalien, die zur Zerstörung von Krebszellen beitragen.

Eukalyptol

Eukalyptol ist auch unter der Bezeichnung Cipeol bekannt und gehört zu den Terpenen, welche am meisten erforscht sind. Studien haben gezeigt, dass Eukalyptol bei Erkrankungen der Atemwege und bei entzündugsbedingten Schmerzen hilft. Es hat einen antibakteriellen und antimykotischen Effekt.

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